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Position der KAB-Deutschland zu den Krippenplätzen

Bei der Tagung des KAB-Bundesausschusses Arbeit & Familie am 24./25. März 2007 in Fulda wurde nachfolgende in Auszügen wiedergegebene Stellungnahme verabschiedet:

„... Eine qualifizierte Kinderbetreuung fördert das Sozialverhalten von Kindern, die immer seltener mit Geschwistern in ähnlichem Alter aufwachsen. ... Kinderbetreuung muss ein Angebot bleiben, das Entscheidungsrecht liegt bei den Eltern. Dafür bedarf es einer Finanzierung, die allen Eltern ermöglicht, ihre Entscheidung ohne ökonomische Einschränkungen treffen zu können“.

.... Junge Familien müssen die Möglichkeit haben, sich frei zu entscheiden, in welchem Maß sie die notwendigen Arbeiten untereinander aufteilen.

In der Gesamtdiskussion fordert die KAB die Ausweitung der Familienpolitischen Leistungen und verweist auf die Kürzungen, die Familien in den letzten Jahren zugemutet wurden. Die Finanzierung der Kinderbetreuung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sie darf nicht familienintern finanziert werden.

Die Vorschläge zur Finanzierung der Betreuung auf die längst ausstehende Kindergelderhöhung zu verzichten sind sozial ungerecht, weil eine Kindergelderhöhung besonders einkommensschwachen Familien zu Gute kommt.
Der Vorschlag, den notwendigen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze durch Umschichtungen von Leistungen an die Familien selbst zu finanzieren, bedeutet nichts anderes als die Verabschiedung aus der gesamtpolitischen Verantwortung für die Kinder und aus der gesamtgesellschaftlichen Solidarität mit den Familien.

Was die Familien in Deutschland brauchen, ist ein klares Signal, dass die Finanzierung von Kinderbetreuungseinrichtungen eine Aufgabe aller ist, und nicht nur der Familien selbst.

Die Diözesanleitung wird mit Vorlage einer entsprechenden Resolution zur Familienpolitik die Politik konfrontieren. Nur mit einer gerechten Familienpolitik kann ein Staat seine Zukunft sichern. Dies betrifft nicht nur die sozialen Sicherungssysteme, sondern das Gesellschaftssystem schlechthin.


Quelle: Rundbrief 2007 - 2



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